Unser hochkarätiger Kreis von Fachvortragenden:
Prof. Dr. med. dent. habil. Andreas Rainer Jordan, MSc.
Wissenschaftlicher Direktor des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ)
Wissenschaftlicher Direktor des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ)
Prof. Dr. habil. A. Jordan wurde am 17. August 1971 geboren, nach seiner Promotion zum Dr. med. dent. im Jahr 2005 war er von 2005 bis 2010 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Oberarzt in der Abteilung für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin der Universität Witten/Herdecke tätig, 2008 wurde ihm die Ernennung zum Oberarzt zuteil.
Prof. Dr. habil. A. Rainer Jordan ist ein hochangesehener Spezialist für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin. Nach seinem Master-Abschluss in Witten/Herdecke und Krems, Österreich, erlangte er 2010 die Habilitation im Bereich Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin und wurde 2017 zum außerplanmäßigen Professor an der Universität Witten/Herdecke ernannt.
Prof. Dr. Jordan hat eine herausragende akademische Karriere und war in verschiedenen führenden Positionen an der Universität Witten/Herdecke tätig, unter anderem als Leiter der Abteilung für Präklinische Zahnmedizin. Zudem verantwortet er den Forschungsbereich Gesundheitsversorgungsforschung und -epidemiologie und engagiert sich in zahlreichen nationalen und internationalen Fachgremien, wie dem Editorial Board der Oral Health & Preventive Dentistry und als Präsident der Deutschen Gesellschaft für orale Epidemiologie und Versorgungsforschung.
Prof. Dr. habil. A. Jordan ist seit 2013 Zahnarzt und Wissenschaftlicher Direktor des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ).
ARBEITSSCHWERPUNKTE:
Prof. Dr. habil. Jordan hat maßgebliche Beiträge zur zahnmedizinischen Versorgungsforschung (Forschungsbereich: Gesundheitsversorgungsforschung und -epidemiologie) geleistet, insbesondere in Westafrika, und ist als Experte in der Epidemiologie und Public Health der Zahnmedizin anerkannt. Darüber hinaus ist er in verschiedenen wissenschaftlichen Beiräten und Kommissionen aktiv und setzt sich für die Weiterentwicklung der zahnmedizinischen Prävention und Versorgungsforschung auf nationaler und internationaler Ebene ein.
VORTRAG: DIE MUNDGESUNDHEITLICHE LAGE VON SENIORINNEN UND SENIOREN
Mit der 5. und 6. Deutschen Mundgesundheitsstudie liegen umfangreiche Daten zur mundgesundheitlichen Lage von Seniorinnen und Senioren und Menschen mit Pflegebedarf vor. Die Prävalenz von Zahnverlust und Zahnlosigkeit bei jüngeren Seniorinnen und Senioren in Deutschland nimmt weiter ab. Aufgrund der weiteren Morbiditätskompression liegen die Herausforderungen der zukünftigen präventivzahnmedizinischen Therapie hierbei, jüngere Seniorinnen und Senioren zahnmedizinisch auf ein höheres Seniorenalter vorzubereiten.
Der Vortrag geht auf die Versorgungsbedarfe und Therapiemöglichkeiten dieser Menschen aus Sicht der Epidemiologie ein und versucht, den Behandlungsbedarf für die kommenden Jahrzehnte zu prognostizieren.
Niedergelassener Facharzt für Mund- Kiefer- Gesichtschirurgie in Meerbusch.
Geboren am 24.11.1967 in Gelsenkirchen-Buer begann die medizinische Laufbahn bereits in den 1990er Jahren, als Dr. Dr. Schmüdderich in Düsseldorf Zahnmedizin (1994–1998) und Humanmedizin (1988–1994) studierte.
Seit 2003 ist Dr. med. Dr. med. dent. Wolfgang Schmüdderich ein erfahrener Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie mit einem besonderen Schwerpunkt auf Implantologie.
Vor seiner Niederlassung in Meerbusch war Dr. Dr. Schmüdderich zudem in der MKG-Abteilung des Bethesda Krankenhauses in Mönchengladbach und von 1999 bis 2004 an der renommierten MKG Universitätsklinik Düsseldorf tätig, wo er umfassende Erfahrungen in der klinischen Behandlung von Patienten sammelte.
2005 gründete Dr. Dr. Schmüdderich die Praxis MKG am Wasserturm in Meerbusch-Lank, wo er seine Expertise in der Chirurgie des Gesichtsschädels und der Implantologie auf höchstem Niveau einsetzt.
ARBEITSSCHWERPUNKTE:
Durch seine fundierte Ausbildung und langjährigen klinische Erfahrung im Bethesda Krankenhaus in Mönchengladbach und der Westdeutschen Kieferklinik in Düsseldorf hat Dr. Dr. Schmüdderich eine hohe Expertise in der Implantologie und der chirurgischen Behandlung von Kiefer- und Gesichtserkrankungen entwickelt. 2003 dann die Anerkennung als Facharzt für Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie gefolgt von der Anerkennung für Plastische und Ästhetische Operationen 2005 mit zusätzlicher Zertifizierung des Tätigkeitsschwerpunktes Implantologie.
VORTRAG: PERIIMPLANTITIS: ENTSTEHUNG, DIAGNOSTIK UND THERAPIE
Der Vortrag von Dr. Dr. Schmüdderich skizziert im ersten Teil zunächst die grundlegenden Prinzipien und Funktionsweisen von Zahnimplantaten und stellt grundsätzlich prothetische Versorgungskonzepte (festsitzend/ herausnehmbar) vor. Es folgt die Darstellung allgemeinmedizinischer sowie lokaler Risikofaktoren für Zahnimplantate, gefolgt von Erläuterungen zur Pflege von Implantaten sowie der Prophylaxe von Entzündungen.
Der zweite Teil beschäftigt sich mit periimplantären Infektionen (Periimplantitis) und beschreibt deren Entstehung, Diagnostik und Therapie.
Vorstandsmitglied, Landesbeauftragter Rheinlandpfalz und Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin. (DGAZ)
Dr. Dirk Bleiel, geboren am 08.04.1965 in Rendsburg hat 1992 bei der Universität Bonn seine Promotion beim Institut Strahlenbiologie abgeschlossen und in verschiedenen beruflichen Stationen Erfahrungen gesammelt, darunter eine Tätigkeit als Zahnarzt in der Zahnklinik der Universität Köln und als Wehrpflichtiger Stabsarzt der Bundeswehr.
2008 dann die Spezialisierung Curriculum Alterszahnmedizin und Pflege der Akademie Praxis und Wissenschaft (APW) und Deutsche Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ) und das Projekt Hauszahnarzt Mobile Zahnmedizin für pflegebedürftige Menschen initialisiert.
2009 folgte das Curriculum Parodontologie bei der Landeszahnärztekammer Rheinland-Pfalz. Seit der Spezialistenprüfung Alterszahnmedizin 2010 der DGAZ ist Dr. Bleiel Spezialist Alterszahnmedizin und führt neben seiner Zahnarztpraxis Lehrtätigkeit bei der Akademie Praxis und Wissenschaft APW im Bereich Seniorenzahnmedizin aus und war bis 2012 Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin DAGZ und seit 2013 führt er die Wissen-schaftliche Leitung und Kongressorganisation der DGAZ in Mainz.
Von 2015 an sitzt Dr. Dirk Bleiel im Beirat der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Seniorenzahnmedizin der DGAZ und wurde 2019 zum Landesbeauftragten Rheinlandpfalz der DGAZ ernannt und absolvierte das Curriculum Prothetik der APW.
Dr. Bleiel gründete 1995 und führt seitdem mit seiner Ehefrau Dr. Pia Bleiel die Gemeinschaftspraxis Dr. Bleiel Zahnärzte in Rheinbreitbach.
Seit 2020 im Spezialgebiet Alterszahnmedizin der Lehrauftrag der Universität zu Köln, Abteilung für Zahnerhaltung und Parodontologie. 2025 erhielt Dr. Bleiel dann die Ehrenmitgliedschaft der DGAZ.
Arbeitsschwerpunkte:
Dr. Bleiel engagiert sich seit 2008 in der Alterszahnmedizin und mobilen Zahnmedizin für pflegebedürftige Menschen. Er ist Spezialist für Parodontologie und Seniorenzahnmedizin und hat zahlreiche wissenschaftliche und referentielle Tätigkeiten, unter anderem als Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ). Er ist außerdem als akademischer Lehrer an der Universität Köln tätig und wurde 2025 für seine Verdienste zum Ehrenmitglied der DGAZ ernannt.
Vortrag: Aufsuchende Betreuung – Erfahrungen als Kooperationszahnarzt
Durch den demographischen Wandel werden zukünftig immer mehr alte und sehr alte Patienten zahnmedizinisch und wirtschaftlich im Mittelpunkt der Praxis stehen. Dadurch ergeben sich für die Praxis einschneidende Veränderungen, die neue Konzepte in der Zukunft erfordern. Gleichzeitig können viele alte Menschen mit zunehmender Gebrechlichkeit selten oder gar nicht mehr die zahnärztliche Praxis aufsuchen, zeigen aber meist einen gesteigerten Handlungsbedarf. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit des Konsiliardienstes im zunehmenden Maße.
Mit Verlassen der Praxis muss sich der Zahnarzt mit seinem Team veränderten Voraussetzungen stellen. Die richtige Organisation des Hausbesuchs trägt dabei entscheidend zum Erfolg der Prothetischen Therapie bei und ist auch die Basis für ein neues wirtschaftlich akzeptables Engagement. Wie packe ich meinen Behandlungskoffer? Welche Therapien sind mit welchem Instrumentarium realisierbar? Kurze Erfahrungswerte mit einer Mobilen Dentaleinheit. Beleuchtet wird dabei der mobile Einsatz – vom Erstkontakt am Telefon, bis hin zum Recall.
Mitglied des Vorstands der Zahnärztekammer Nordrhein
Notfalldienst, Jugendzahnpflege und Prophylaxe, Alterszahnheilkunde, Betreuung von Menschen mit Behinderungen
Nach dem Examen und Promotion 1992 ist Dr. Erling-Arnd Burk seit 1994 niedergelassener Zahnarzt mit der Zahnarztpraxis Dr. med. dent. Erling A. Burk in Wesel am Rhein, die 2019 25-jähriges Jubiläum feierte. Dr. Burk bietet das gesamte Spektrum von zahnmedizinischen Behandlungen an. Seine persönliche Leidenschaft hat er über die Jahre auch durch Fort- und Weiterbildungen in der Kinderzahnheilkunde und prothetischen Arbeit gefunden.
Als Mitglied des Vorstandes der Zahnärztekammer Nordrhein engagiert er sich Ehrenamtlich außerhalb seiner Praxis für die Bereiche Notfalldienst, Jugendzahn-pflege und Prophylaxe, Alterszahnheilkunde, Betreuung von Menschen mit Behinderungen, Wartung und Instandhal-tung der Mobilen Dentaleinheit zur Ausleihe an die Mitglieder der Zahnärztekammer Nordrhein und setzt sich für die Interessen der Patienten in der Zahnarztsuche ein.
Arbeitsschwerpunkte:
Dr. Burk war u.a. auch an einer wissenschaftlichen Studie beteiligt, die durch die Analyse von Fischzähnen den Nachweis erbrachte, dass Frühmenschen bereits vor 780.000 Jahren kochen konnten, was seine Expertise über die reine Praxis hinaus demonstriert. Neben seiner Zahnarztpraxis in Wesel ist Dr. Erling Burk ein sehr aktives und langjähriges Mitglied im Vorstand der Zahnärztekammer Nordrhein.
Vortrag: Vorstellung „Dentalone“ Mobile Dentaleinheit(en)
Die Ausstattung der Mobilen Dentaleinheit ist auf die wichtigsten zahnärztlichen Behandlungen ausgelegt:
Für Patienten bedeutet das eine stressfreie Behandlung in ihrer vertrauten Umgebung ohne einen oft beschwerlichen Transport in die Zahnarztpraxis.
Die Mobile Dentaleinheit ist besonders vorteilhaft für Patienten, die aufgrund ihres Alters, ihrer körperlichen Einschränkungen oder anderer gesundheitlicher Faktoren nicht mehr in der Lage sind, regelmäßig eine Zahnarztpraxis aufzusuchen. Sie ermöglicht es, auch in solchen Fällen eine umfassende zahnmedizinische Versorgung anzubieten.
Für Zahnmediziner bietet die Dentalone die Möglichkeit, bei Besuchen in Seniorenheimen mehrere Personen direkt vor Ort zu behandeln, was den Aufwand für Fahrten und Wartezeiten erheblich reduziert. Auch für Zahnarztpraxen, die sich auf Hausbesuche spezialisiert haben oder ihren Service für Patientinnen und Patienten, die nicht mobil sind, erweitern möchten, kann die Mobile Dentaleinheit eine wertvolle Unterstützung sein.
Pflegewissenschaftlerin B.A.; Klinischer Bachelor Fachgesundheits- und Krankenpflegerin für Intensivpflege und Anästhesie, Herzinsuffizienzschwester
Vorstandbeisitzerin der Pflegekammer NRW
Kristina Engelen ist Pflegefachperson mit langjähriger klinischer Erfahrung in der Intensivpflege, Schwerpunkt Herzinsuffizienzversorgung am Universitätsklinikum Münster. Nach dem Abschluss der Fachweiterbildung für Intensivpflege und Anästhesie studierte sie Pflegewissenschaften (B.A.) an der Hochschule Osnabrück und schloss 2023 das Programm zum Klinischen Bachelor am UKM ab.
Bis zum 30. August 2025 arbeitete sie als Intensivpflegende auf den Erwachsenen- Intensivstationen und als Herzinsuffizienzschwester /Heart Failure Nurse (HFN) in der ambulanten Nachbetreuung der Universitätsklinikum Münster.
Berufspolitisch ist Kristina Engelen seit 2023 gewähltes Vorstandsmitglied der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen, in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv und Transplantationsbeauftragte Pflege der Universitätsklinik Münster.
Arbeitsschwerpunkte:
Kristina Engelen ist Fachgesundheits- und Krankenpflegerin für Intensivpflege und Anästhesie,
Als Transplantationsbeauftragte Pflege des Uniklinikum Münster verantwortet Frau Engelen die Weiterentwicklung der pflegerischen Strukturen in diesem Bereich.
Berufspolitisch ist Kristina Engelen seit 2023 gewähltes Vorstandsmitglied der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen, und ist dort in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv.
Darüber hinaus ist sie regelmäßig als Referentin auf Fachkongressen und Tagungen tätig, etwa zu den Themen Angehörigenbegleitung, Entscheidungen am Lebensende, Herzinsuffizienz, interprofessionelle Versorgung sowie zur Zukunft der Pflegebildung.
Vortrag: Zahn- und Mundgesundheit im Fokus der Pflege – transsektorale Perspektiven für Prävention und Lebensqualität
Interprofessionelle Beiträge zur ganzheitlichen Zahn- und Mundgesundheit sind nicht nur ein Teilbereich der zähnärztlich/medizinischen Versorgung, sondern eng verknüpft mit der gesamten körperlichen Gesundheit und der Lebensqualität von Patient:innen. Aus pflegerischer Sicht zeigt sich, dass Zahnschäden häufig nicht isoliert entstehen, sondern Ausdruck anderer schwerwiegender organischer oder immunologischer Erkrankungen sind. Sie können als Frühwarnzeichen fungieren und sind regelmäßig mit Einschränkungen der Alltagsgestaltung und des Wohlbefindens verbunden – insbesondere, wenn die Nahrungsaufnahme als zentraler Bestandteil von Genuss, Lebensqualität und sozialer Teilhabe erschwert ist.
Die Zukunft der Versorgung liegt in einer interprofessionellen, transsektoralen Zusammenarbeit, in der Pflegefachpersonen gemeinsam mit Zahnmedizinern und Zahnmedizinerinnen, Haus- und Fachärzten und Fachärztinnen, sowie weiteren Gesundheitsprofessionen präventiv wirken. Es gilt, Zahnschäden nicht erst zu reparieren, sondern sie aktiv zu verhindern. Prävention, Gesundheitsförderung und Aufklärung müssen dabei eine gemeinsame Basis darstellen, um Patienten und Patientinnen langfristig zu schützen und die Versorgungsqualität zu sichern.
Die Pflege bringt in diesen Prozess eine ganzheitliche Perspektive ein: Sie betrachtet nicht nur organ- oder krankheitsspezifisch, sondern integriert psychosoziale, lebensweltliche und funktionale Faktoren. So kann die Pflege entscheidend dazu beitragen, dass Zahn- und Mundgesundheit als integraler Bestandteil von Gesundheit verstanden und in allen Versorgungskontexten – von der Klinik über die Langzeitpflege bis in die häusliche Versorgung – konsequent mitgedacht werden.
Professor und Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung, Parodontologie und Digitale Zahnheilkunde am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Nach seiner Promotion 2009 war Prof. Dr. Schwendicke als selbstständiger Zahnarzt im Vereinigten Königreich und als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Von 2013-2015 war er Oberarzt in der Abteilung für Zahnerhaltung und Präventivzahnmedizin, von 2015 bis Ende 2019 war er stellvertretender Abteilungsleiter und übernahm am 1. Januar 2020 dann die Leitung der Abteilung für Orale Diagnostik, Digitale Zahnheilkunde und Versorgungsforschung am Charité Centrum 3 (CC3) – Universitätsmedizin Berlin. Prof. Dr. Schwendicke wurde damit W3-Professor, wie Quintessence Publishing USA und die Charité Berlin berichten.
Nach der Habilitation 2015 folgten zusätzliche Weiterbildungen in Hochschuldidaktik sowie zum Master of Dental Public Health (MDPH) in Manchester und zum Spezialisten für Zahnerhaltung.
Darüber hinaus blickt Prof. Schwendicke auf Erfahrungen in Gremien, wie dem Arbeitskreis zu KI in der Zahnmedizin und der ITU/WHO-Fokusgruppe AI4Health sowie seiner Tätigkeit als Beirat der Stiftung Gesundheitswissen.
Er war Sprecher und Vorstand des Fachbereichs Zahnmedizin des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin (DNEbM) und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für orale Epidemiologie und Versorgungsforschung.
Er ist zudem in der Redaktionsleitung verschiedener zahnmedizinischer Fachjournale tätig.
Seit 01.01.2024 ist er Professor und Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschlands größter zahnmedizinischer Klinik.
Arbeitsschwerpunkte:
Prof. Schwendickes Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen restaurative und präventive Zahnheilkunde, zahnmedizinische Diagnostik und Künstliche Intelligenz, Gesundheitsökonomie, Versorgungsforschung und Public Health. Er hat über 600 Artikel, 250 Abstracts und 30 Buchkapitel verfasst.
Prof. Schwendicke wurde mit einer Reihe prestigeträchtiger Auszeichnungen geehrt und ist Gutachter für über 40 Fachzeitschriften, darunter Lancet und das New England Journal of Medicine, sowie für verschiedene nationale Förderorganisationen.
Er ist Associate Editor des Journal of Dental Research und leitet Arbeitsgruppen bei der Weltgesundheitsorganisation WHO, der Weltzahnärzteorganisation FDI, der Internationalen Standardisierungsorganisation ISO und der Deutschen Institut für Normung (DIN).
Prof. Schwendicke hat Ehrenprofessuren der Universitäten Aarhus (Dänemark) und Chennai (Indien) inne und gehört seit Jahren zu den meistzitierten Forschern weltweit in der Zahnmedizin (Standford Ranking <1%) und ist der am häufigsten zitierte Experte zu Zahnkaries.
Vortrag: Künstliche Intelligenz in der Seniorenzahnmedizin – Chancen, Herausforderungen und Perspektiven
Die demografische Entwicklung stellt die zahnmedizinische Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig eröffnet der technologische Fortschritt – insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) – innovative Lösungsansätze für eine bedarfsgerechte, effektive und individualisierte Versorgung dieser wachsenden Patientengruppe.
Der Vortrag beleuchtet die Anwendungsmöglichkeiten von KI in der Seniorenzahnmedizin entlang der Versorgungskette: von der digitalen Diagnostik (z. B. automatisierte Befundung von Röntgenaufnahmen und intraoralen Bildern) über prädiktive Algorithmen zur Risikoabschätzung (z. B. Karies- oder Parodontitisprogression) bis hin zur Entscheidungsunterstützung bei Therapieplanung und Versorgungskoordination in Pflegeeinrichtungen. Besondere Aufmerksamkeit gilt den ethischen, praktischen und strukturellen Herausforderungen der Implementierung. Welche Anforderungen ergeben sich für Schulung, Datenschutz und Akzeptanz bei zahnmedizinischem Personal sowie Patienten? Wie kann KI zur Verbesserung von Versorgungsgerechtigkeit und zur Entlastung zahnmedizinischer Strukturen beitragen
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